Inulin, ein gesunder Zucker aus Topinambur

Wiederholt habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass es wichtig ist, den Blutzuckerspiegel und Insulinspiegel flach zu halten. Der Zuckerspiegel wird durch Kohlenhydrate nicht nur in Süßigkeiten und Kuchen, sondern auch in Produkten aus weißem Mehl wie Pasta, Nudeln oder Brot sowie in der Kartoffel in die Höhe getrieben.

 

Kohlenhydrate sind für die menschliche Ernährung unentbehrlich. Sinnvoll ist, Pflanzen zu wählen, die die Kohlenhydrate nur langsam freigeben wie Obst, Gemüse und Bohnen. Diese werden daher bunte Kohlenhydrate genannt.

 

Heute möchte ich eine Alternative vorstellen: Pflanzen, die Mehrfachzucker enthalten, welche der menschliche Darm nicht aufschließen kann. Ein solcher Zucker ist Inulin. Er kommt u. a. in Topinambur, Schwarzwurzeln, Artischocken und Pastinaken vor.

 

Inulin kann im Dünndarm nicht aufgenommen werden. Es wird daher im Enddarm von Bakterien zerlegt und in kurzkettige Fettsäuren umgebaut. Somit lässt es den Zuckerspiegel nicht ansteigen. Gleichzeitig fördert es das Wachstum wertvoller Milchsäurebakterien. Diese wirken dem Wachstum krankheitserregender Darmbakterien entgegen und verbessern die Darmflora. Führt man Topinambur auf seinem Speisezettel ein, muss sich die Darmflora zunächst umstellen. In der Anfangsphase kann es daher zur Bildung von Darmgasen (Flatulenz) kommen.

 

Topinambur kann sowohl roh als Salat mit Essig und Öl abgemacht oder gekocht als Beilage statt Kartoffeln den Speiseplan bereichern. Topinambur muss nicht geschält werden. Es ist ausreichend, die Oberfläche mit einer Bürste zu reinigen. Topinambur verträgt Frost. Die Ernte erfolgt daher von November bis März/April.

 

 

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