Bewegen Sie sich mindestens 30 Minuten täglich. Nutzen Sie alle Möglichkeiten, sich zu bewegen, indem Sie Treppen steigen statt Aufzug, eine Station früher aus dem Bus aussteigen auf dem Weg zur Arbeit, das Fahrrad nehmen statt dem Auto, stehen oder gehen beim Telefonieren etc. Schnelles Gehen, langsames Joggen und Walken (trainiert richtig ausgeführt gleichzeitig Rumpf-, Schulter- und Armmuskulatur) sind wahrscheinlich die günstigsten Trainingsformen. ½ Stunde Seilspringen oder Trampolinspringen sind weitere gute Bewegungsalternativen.
Wenn es Ihnen nicht möglich ist, sich 30 Minuten an einem Stück zu bewegen, dann können Sie die Zeit auch in Einheiten von mindestens 10 Minuten aufteilen (siehe 5 Tipps der Harvard Medical School).
Daneben sollten Sie Fähigkeiten wie Kraft, Gleichgewicht und Koordination trainiert. Sinnvoll sind asiatische Bewegungsformen wie z. B. QiGong. Diese trainieren gleichzeitig die Atmung und fördern das unbewusste, sogenannte vegetative Nervensystem. Ich finde es faszinierend, dass Menschen aus dem asiatischen Kulturkreis durch Selbstbeobachtung und –reflektion schon vor Jahrtausenden erspürt haben, welche Bewegungen und Meditationsformen sich positiv auf unseren Körper und Geist und damit unsere Gesundheit auswirken.
Nicht sinnvoll ist es, am Abend noch ein intensives Training zu absolvieren. Dies kann dazu führen, dass die nächtliche Regeneration ausbleibt. Bildlich gesprochen: den ganzen Tag saßen Sie gestresst am Schreibtisch, „der Tiger stand vor Ihnen und hat Sie bedroht“ und am Abend rennen Sie um Ihr Leben und zeigen dem Körper, dass „der Tiger wirklich hinter Ihnen her ist“. Wie soll Ihr vegetatives Nervensystem da zur Ruhe kommen und im Schlaf Erholung und Regeneration finden?